Entsorgen von Autoreifen

Alte Autoreifen findet man oftmals in den hinteren Ecken der Keller, Garagen oder Dachböden, wo diese unter einer dicken Staubschicht schon seit längerem auf ihre nächste Fahrt warten. Mit dem Hintergedanken, dass die alten Gummis noch als Ersatzreifen für das nächste Auto oder als praktische Außendekoration zweckentfremdet werden können, werden sie eingelagert und geraten in Vergessenheit. Tauchen bei Entrümpelungen dann die abgefahrenen Reifen auf, können diese nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden. Bei der Entsorgung von Altreifen müssen einige Dinge beachtet werden, allerdings lassen sich auch hier weitere Kosten vermeiden.

Wo können Autoreifen überall entsorgt werden?
Die einfachste Möglichkeit seine alten Reifen umweltschonend und legal zu verwerten, sind wohl die örtlichen Bau-, bzw. Wertstoffhöfe. Bei Ihren Gemeinden können Sie sich über die Öffnungszeiten ihres nächsten Wertstoffhofes erkundigen. Allerdings werden hier in aller Regel kleinere Gebühren fällig. Meist liegen diese bei wenigen Euros pro entsorgtem Reifen, jedoch gibt es hier bei den meisten Recyclinghöfen auch keine Mengenbegrenzung. Die sachgerechte Entsorgung von abgenutzten Autoreifen ist aus Umweltgründen nicht zu missachten. Entgegen der geläufigen Annahme bestehen sie nicht nur aus Gummi, sondern aus bis zu 200 verschiedenen Materialien, darunter auch Metalle und Textilien, sowie einige Schadstoffe. Somit zählen Altreifen zum Verbundabfall und können nicht mit dem Sperrmüll entsorgt werden, da die einzelnen Bestandteile vor der Entsorgung sorgfältig voneinander getrennt werden müssen.

Welche kostenfreien Möglichkeiten gibt es?
Auto- und Reifenhändler nehmen Altreifen in der Regel immer ohne Aufpreis entgegen. Als Kunde gehört das meistens zum Service der Reifen- oder Autohändler. So gehört die kostenfreie Annahme von Altreifen bei vielen Händlern zum Komplettangebot beim Kauf oder der Montage von neuen Reifen, oder gar eines neuen Wagens. Jedoch nehmen Händler, die ihren Kunden diese Serviceleistung anbieten, oftmals nur eine begrenzte Anzahl von Altreifen an, erkundigen Sie sich hierzu bei dem Händler Ihres Vertrauens.
Sollten Sie verpasst haben, diese Serviceleistung in Anspruch zu nehmen, oder haben sie keinen Reifen- oder Autohändler in unmittelbarer Nähe, sollten Sie sich nach einem Händler in ihrer Nähe erkundigen, der sich ausschließlich auf die Entsorgung und Wiederverwertung alter Autoreifen spezialisiert hat. Solche Altreifenhändler nehmen die gebrauchten Schlappen ihres fahrbaren Untersatzes ebenfalls meistens ohne Aufpreis an. Ganz im Gegenteil können Sie bei einer bestimmten Menge von noch intakten Reifen unter Umständen sogar noch etwas Gewinn erzielen. Diese Unternehmen verarbeiten Altreifen zu Granulat oder zu industriellem Brennstoff. Alternativ werden noch relativ intakte Reifen runderneuert und ins Ausland weiterverkauft. Solche Händler freuen sich meistens, je mehr alte Reifen Sie ihnen überlassen. Ob dabei ein paar Euro in die eigene Kasse fließen oder man draufzahlen muss (PKW-Reifen kosten dabei ca. 2,50 Euro das Stück), ist meistens vom Alter und Zustand der Reifen abhängig und muss im Einzelfall mit dem Händler besprochen werden.

Alternative Möglichkeiten?
Eine etwas unkonventionellere Möglichkeit zur Entsorgung 
in ländlicheren Gegenden bietet vielleicht ein landwirtschaftlicher Betrieb in ihrer Nähe. Hier werden alte Autoreifen oftmals zum Beschweren von Planen oder als Abgrenzungen verwendet. Fragen sie bei ihrem lokalen Landwirt nach, ob Bedarf besteht und entsorgen Sie mit einer Win-Win-Strategie. Ebenso können Sie jemandem eine Freude bereiten, der sich einen Schirmständer, einen Blumenkasten oder einen Kratzstopper in der Garage bauen möchte. Oder werden Sie selbst kreativ und finden Sie eine praktische Verwendung und hauchen Sie ihren alten Gummis neues Leben ein. Haben ihre Altreifen noch eine Profiltiefe von mindestens 3 Millimetern, dann dürfen Sie diese über eine Kleinanzeige oder eine Onlineauktion verkaufen oder an Selbstabholer verschenken.

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